Die Frankfurter Ambiente markiert alljährlich den Start ins Orderjahr. Auch die heurige Veranstaltung ist laut den Veranstaltern auf Kurs. Auf Ausstellerseite gab es zum Messestart ein moderates Plus. Wie sich die Besucherzahlen entwickelt haben, bleibt abzuwarten. Noch bis 14. Februar dreht sich in Frankfurt alles rund um die Angebotsbereiche Dining, Giving und Living.

Das sind doch mal erfreuliche Nachrichten. Messe-Frankfurt-Geschäftsführer Detlef Braun (Foto) sprach zum Start der Ambiente von einem positiven wirtschaftlichen Umfeld und konnte ein moderates Wachstum auf Ausstellerseite melden. 4.454 Aussteller (2016 waren es 4.386) präsentieren sich heuer in der hessischen Handels- und Bankenmetropole.

Besucherseitig meldete die Messeleitung im Vorjahr 137.000 Besucher aus 150 Ländern. Ob man heuer auch hier nochmals zulegen kann, werden wir nach dem Finale der Ambiente 2017, am 14. Februar, wissen. Fest steht jedenfalls, dass sich die globale Dimension des Handels auch in der Struktur der Messe widerspiegelt.

„Multilaterale Handelsbeziehungen schenken Millionen von Menschen Wohlstand und Stabilität – rund um den Globus. Diesen Status sichert ein intensiver Austausch. Dafür bietet die Ambiente – als die Show der globalen Konsumgüterbranche – die idealen Voraussetzungen. Sie steht für erstklassige Kontakte und ist Motor des internationalen Handels“, unterstreicht der Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Detlef Braun.

Positives wirtschaftliches Umfeld

Beflügelt wird dies durch die positive weltwirtschaftliche Situation. Laut ifo-Konjunkturbericht entwickelte sie sich 2016 mit einer Dynamik von 2,4 Prozent. Für 2017 prognostiziert das von der Messe Frankfurt beauftragte Institut ein Plus von 2,9 Prozent. Auch der deutsche Markt wuchs im vergangenen Jahr in Bezug auf den Konsumgütergroßhandel um 2,0 und in Bezug auf den Einzelhandel um 2,2 Prozent.

Für 2017 sieht das Institut in beiden Bereichen eine ökonomische Steigerung von 2,0 Prozent voraus. Die reale Entwicklung der privaten Konsumausgaben in der Bundesrepublik projiziert das ifo für das laufende Jahr mit 1,2 Prozent. Damit liegt Deutschland nicht auf dem weltweiten Meridian, verzeichnet aber dennoch einen Erfolg, berücksichtigt man das hohe Ausgangsniveau.

Treffpunkt einer globalen Branche

Ein Blick auf die Ausstellerstruktur zeigt, dass die Veranstaltung erneut ihrer Position als Weltleitmesse für Konsumgüter gerecht wird. Unternehmen aus 96 Nationen (im Vorjahr 95) gehen in Frankfurt an den Start. Besonders im Fokus steht dabei das heurige Partnerland. Nicht nur aufgrund des Brexit-Votums steht Großbritannien im Interesse des Ambiente-Publikums ganz oben und zählt seit Jahren zu den Top-Ten-Ausstellernationen. Es ist vor allem die besondere Gestaltungssprache, im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, die Design aus dem Vereinten Königreich so einzigartig macht.

Die Partnerland-Ausstellung in Frankfurt zeigt die spannendsten Arbeiten aus England, Schottland, Wales und Nordirland. Inszeniert wurde sie von der schottischen Designerin Janice Kirkpatrick, die die vier Landesteile aufwendig in Szene setzt. Der Bogen spannt sich dabei von feinstem Porzellan bis hin zu Interieur-Design. Einen Überblick über alle britischen Aussteller gibt es hier.

Österreich ist heuer mit 46 Ausstellern auf der Ambiente vertreten. Nach 44 im Jahr 2016 ist auch hier ein kleines Plus gelungen. Hier gibt es die Liste aller rot-weiß-roten Unternehmen.

Was shoppen eigentlich die EU-Bürger?

Bleibt zum Schluss die zentrale Frage, die wohl allen Ausstellern und Besuchern der Ambiente besonders unter den Nägeln brennt. Welche Konsumgüter stehen auf den Einkaufszetteln der EU-Bürger eigentlich ganz oben?

Auch auf diese Frage versucht die Messe Frankfurt eine probate Antwort zu geben und hat zur Ambiente 2017 eine Studie zum Thema „Konsumausgaben in Europa“ vorgelegt. Dieser Vergleich europäischer Märkte erscheint in der Reihe der Management Reports.

Die Zahlen und Fakten dazu hat das Institut für Handelsforschung – IFH Retail Consultants aus Köln recherchiert. Und zwar für sechs verschiedene Märkte: Glas/Porzellan/Keramik und Hausrat, Elektrokleingeräte, Kleinmöbel, Schmuck, Gartenausstattung und -dekoration sowie Lederwaren und Accessoires. Die Studie zum kostenlosen Download finden Sie hier.

Foto: © Messe Frankfurt

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