Laut der Umfrage „Global Exhibition Barometer“ des Weltmesseverbands UFI hofft die weltweite Messebranche nach dem coronabedingten Umsatzeinbruch im Jahr 2020 auf den Neustart in diesem Jahr. Teilgenommen haben 457 Messeveranstalter aus 64 Ländern und Regionen.

„Die Botschaft der globalen Branche ist klar: 2020 war ganz einfach schrecklich. Die Pandemie hat die meisten Aktivitäten auf der ganzen Welt für mehrere Monate gestoppt. Und global gesehen ist der Umsatz unserer Branche um fast drei Viertel gesunken“, sagte UFI-Geschäftsführer Kai Hattendorf. Der Umsatzrückgang für das Jahr 2020 war für Unternehmen in Mittel- und Südamerika sowie im ­Nahen Osten und in Afrika am höchsten: Sie erreichten nur 23 % bzw. 24 % des Umsatzniveaus von 2019. Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum erzielten 27 %, in Europa 32 % und in Nordamerika 36 %. Nach Berechnungen des AUMA ­liegen die Umsatzverluste in Deutschland mit rund 70 % etwa im europäischen Durchschnitt.

Globale Messebranche

Laut der UFI-Studie sehen mit Blick auf das Jahr 2021 37 % der Messe-Unternehmen eine Rückkehr zum Normalbetrieb im Juni 2021. Ausschlag­gebend dafür ist das Wiedereröffnungsdatum
von Messen im jeweiligen Land. In allen Regionen erwarten die Unternehmen, dass sowohl lokale als auch nationale Messen bis Ende Juni 2021 wieder geöffnet werden, wobei internationale Messen wohl erst in der 2. Jahreshälfte wieder in Betrieb gehen. Bis dahin arbeiten die veranstaltenden Unternehmen weltweit daran, digitale Lösungen anzubieten.

Insgesamt profitierten 44 % der Unternehmen im vergangenen Jahr von öffentlicher ­finanzieller Unterstützung in unterschiedlichem Umfang; für die Mehrheit betraf dies weniger als 10 % ihrer Gesamtkosten für 2019. 

Die Perspektiven für 2021 sind für alle Regionen recht ähnlich: Sie erwarten für das 1. Halbjahr 2021 zwischen 32 % und 37 % des Vorjahresum­satzes und für das gesamte Jahr 2021 zwischen 55 % und 60 %.

In Bezug auf zukünftige Messeformate zeigen die Antworten der Studienteilnehmer, dass 64 % (im Vergleich zu 57 % vor sechs Monaten) zuversichtlich sind, dass „COVID-19 den Wert von Face-to-Face-Veranstaltungen bestätigt“. Das deutet auf die Erwartung hin, dass sich der Sektor schnell ­erholen wird. Die Studie zeigt zwei signifikante regionale Unterschiede in Bezug auf mögliche Trends, die das zukünftige Format von Messen bestimmen: So wurde der Aussage „COVID-19 ­bestätigt den Wert von Face-to-Face-Veranstaltungen“ im Nahen Osten und in Afrika (70 %), im asiatisch-pazifischen Raum (69 %) und in Europa (67 %) stärker zugestimmt als in Nordamerika (55 %) und Mittel- und Südamerika (53 %). Bei der Aussage „virtuelle Veranstaltungen ersetzen physische Veranstaltungen“ gab es hingegen stärkere Gegenstimmen: 74 % der Unternehmen in Europa stimmten dem nicht zu, verglichen mit nur 57 % der Unternehmen aus Nordamerika.

Hier geht’s zur Studie: www.ufi.org/archive-research/the-global-exhibition-barometer-january-2021

Foto: UFI

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