Catering
"Wiener Wein steht erst am Anfang seiner ‚Karriere‘"
von Christian Posch am 06.02.2012 14:49
© VWG „Vienna 19“  Weinmarketing GmbH
Gerhard Lobner spricht im Interview über Mayer am Pfarrplatz auf dem Opernball und die Zukunft des Wiener Weins.
Der heurige Opernball bringt eine Neuerung, die bei Weinliebhabern für Freude sorgt. Erstmals ist das Weingut Mayer am Pfarrplatz auf dem Ball des Jahres vertreten. "Messe & Event" sprach mit Geschäftsführer Gerhard Lobner.

Messe & Event: Mayer am Pfarrplatz liefert heuer den Gastwein für die Winzer Krems auf dem Wiener Opernball. Wie kam es dazu und was bedeutet das für Sie?
Gerhard Lobner: Es war der Wunsch einiger Organisatoren des Opernballs, dass es auf dem Wiener Opernball auch einen Wiener Wein geben soll. Aufgrund der hohen Auszeichnungen und Bewertungen unserer Weine und der Tatsache, dass Mayer am Pfarrplatz, gegründet 1683, das Traditionsweingut Wiens schlechthin ist, fiel die Entscheidung auf uns.

Welcher Wein wird auf dem Opernball vertreten sein? Könnten Sie uns diesen kurz vorstellen?

Es wird der "Wiener Gemischte Satz 2011" sein. Auf Basis Grüner Veltliner, Riesling, Rotgipfler und Zierfandler präsentiert sich dieser Wein sehr duftig und aromatisch. In der Nase Zitrus- und Birnenfrucht, am Gaumen verspielt und elegant, mit einer erfrischenden knackigen Säure im Abgang.

Sind Sie mit Ihrem Wein auf vielen Events vertreten? Worauf kommt es aus Ihrer Sicht an, wenn man sich erfolgreich präsentieren will?

Wir sind immer wieder auf verschiedensten Events vertreten. Dies trägt zur Markenbildung natürlich bei. Das Wichtigste ist jedoch, dass die Art der Veranstaltung zum gewünschten Image der Marke passt und man die gewünschte Zielgruppe auch dort erreichen kann.

Mayer am Pfarrplatz ist ja auch auf Messen, wie der kommenden ProWein in Düsseldorf, präsent. Wie wichtig sind Messen und wie sind Ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet?

Gut organisierte Fachmessen sind wichtige Fixpunkte in unserem Jahresablauf. Man hat die Möglichkeit, Jahresgespräche mit Kunden aus aller Welt auf wenige Tage komprimiert zu führen, mit potenziellen neuen Partnern in Kontakt zu treten und die qualitative Kontinuität der Produkt unter Beweis zu stellen.

Ganz allgemein: Wie schätzen Sie den aktuellen Stand und die künftige Entwicklung des Wiener Weines ein?

Wien hat ganz besonders geeignete Lagen für den Weinbau. In früheren Jahren wurde jedoch das Hauptaugenmerk auf die angeschlossenen Heurigenbetriebe gelegt. Jetzt ist eine neue Generation von Winzern am Werk, die mit guter Ausbildung, internationaler Erfahrung und vor allem mit viel Gefühl und Leidenschaft an das Thema Wein herantritt. Wiener Wein steht erst am Anfang seiner "Karriere" und hat noch eine große vor sich.

Was sind die Ziele von Mayer am Pfarrplatz? Gibt es zukünftige Projekte beziehungsweise Produkte, über die Sie uns etwas erzählen können?

Das wichtigste Projekt ist der Bau einer neuen Kellerei. Durch die konstant hohe Qualität der Weine, die sehr erfreuliche Entwicklung in Österreich, aber auch die auf internationalen Märkten steigt die Nachfrage unserer Weine stetig. Deshalb haben wir unsere Rebflächen ausgeweitet, alte verwilderte Weingärten gekauft oder gepachtet, gerodet und wieder neu bepflanzt. Da die neuen Weingärten nun in den Ertrag kommen, wird es immer enger im Keller. Deshalb ist es notwendig geworden, ein neues Heim für unsere Weine zu schaffen, um auch in Zukunft vielen Menschen genussvolle Momente mit Weinen vom Mayer am Pfarrplatz schenken zu können.

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