Die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik, die Light + Building, findet von 18. bis 23. März in der Messe Frankfurt statt. Messe & Event sprach vorab mit Maria Hasselman, Leiterin Brand Management Light + Building.

Messe & Event: Worauf darf sich der geneigte Besucher der diesjährigen Light + Building freuen?
Maria Hasselman: Weltneuheiten und Innovationen aus den Bereichen Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation in Frankfurt am Main als Erster zu sehen, ist schon etwas sehr Besonderes – gerade natürlich im Zeitalter der Digitalisierung. Die Light + Building ist das Gesicht einer weltweit vernetzten Branche: vernetz, sicher, komfortabel.

Welche Trendthemen können Sie für die Branche erkennen? Wird sich das Themenspektrum wie in den letzten Jahren immer weiter auffächern?
Die Digitalisierung nimmt immer mehr Fahrt auf. Jedes Jahr stärker und kontinuierlich detaillierter. 2018 stehen ganz besonders zwei Top-Themen im Fokus. Erstens: Ästhetik und Wohlbefinden im Einklang. Dabei geht es um die Verknüpfung von individuellem Nutzerkomfort und Design. Konkret: Was sind die Trends und wie wirkt Licht auf den Menschen? Zweitens: Smartifizierung des Alltags. Denn Gebäudetechnik ist der Schlüssel, um den ganz großen Herausforderungen zu begegnen – Klimaziele, Ressourcenschonung, Sicherheit. Und ja richtig, das Themenspektrum ist mit dem Kernbezug auf die Vernetzung elektrischer Anlagen naturgemäß sehr facettenreich. Außerdem ist die Light + Building – trotz ihres Umfangs – leicht zu navigieren. Auch, weil Interessengebiete fein ausgearbeitet und transparent kommuniziert sind. Zusätzlich können Besucher zielsicher Highlights im Rahmenprogramm ansteuern.

Bedarf es Ihrer Meinung nach stärkerer Fokussierung auf Kernthemen oder sehen Sie die Stärke der Light + Building in der Themenvielfalt?
Die Stärke der Branche ist auf allen Ebenen ein Ergebnis von leistungsfähiger Vernetzung. Zugleich sind intelligente Netzwerke Kernthema der Light + Building. Gewerkübergreifend miteinander zu arbeiten, ist eine der wesentlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die Light + Building setzt auf Themenvielfalt und damit auf die vernetzte Zukunft.

Die Luminale findet heuer unter der Schirmherrschaft des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann statt und ist seit Jahren eine publikumswirksame Erweiterung der Light + Building in die breite Öffentlichkeit hinein. Wie erleben Sie das Zusammenspiel zwischen Ihrer Messe und dem Lichtspektakel in und um Frankfurt?
Die Luminale macht Licht zu einem inspirierenden städtebaulichen Instrument für alle. Von 18. bis 23. März 2018 geht sie mit einem neuen Konzept an den Start. Frankfurt und Offenbach werden nicht nur Bühne für die Lichtkunst, sondern auch selbst Gegenstand des Festivals. Ich bin immer wieder begeistert von der Schönheit des Lichts und von den kreativen Impulsen, mit denen Installationen auf den Betrachter wirken. Dass Peter Feldmann die Schirmherrschaft übernommen hat, ehrt das Engagement aller teilnehmenden Lichtkünstler außerordentlich.

Können Sie sich angesichts der raschen Entwicklung bei technischen Standards vorstellen, die Light + Building zukünftig jährlich abzuhalten?
Natürlich entwickelt sich die Technologie rasant. Auch das ist ein Ergebnis der fortschreitenden Digitalisierung. Indes stellt sich der Zweijahresrhythmus der Light + Building für den weit überwiegenden Teil der Branche immer wieder als idealer Match für deren Innovationszyklen heraus.

Vollautomatisierte Gebäudetechnik und „denkende Städte“ auf Basis eines Smart Grid sind Visionen, die immer mehr in den Realität Einzug halten. Davon sind derzeit allerdings viele Architekten, Stadt- und Verkehrsplaner regelrecht überfordert, weil es eine grundlegend andere Herangehensweise erfordert. Finden Sie, dass die Entwicklung zu rasch abläuft?
Für smarte Grids sind smarte Teilnehmer Grundvoraussetzung. Darüber hinaus bieten sie reiches Potenzial, um beispielsweise Klimaziele zu erreichen. Das gilt im Übrigen auch für Energiespeichertechnologie und generelle Effizienzsteigerungen. Diese teils gravierend neuartigen politischen und verbrauchergeforderten Erfordernisse umzusetzen, ist selbstverständlich eine Herausforderung für alle Player.

Im Smart Home sind computergesteuerte Abläufe vorgesehen, die über das Internet zugänglich sind. Wie steht es dabei um die Sicherheit?
Auf der Light + Building steht die automatisierte Vernetzung stromführender Elemente im Gebäude im Vordergrund. Selbstverständlich werden dabei Daten generiert und innerhalb des Netzwerks ausgetauscht. Mit dem Schutz dieser Informationen beziehungsweise der Abwehr unrechtmäßigen Zugriffs von außen befasst sich das Intersec Forum. Denn ganz klar muss Sicherheit genauso schnell wie Gebäudeintelligenz wachsen.

LED-Leuchtmittel haben der Branche zuletzt einen kräftigen Impuls verliehen. Was kommt als Nächstes?
The next big thing ist tatsächlich weniger das Was als vielmehr das Wie. Mit Lichtspektren, Wellenlängen und deren Wirkung auf den menschlichen Organismus beschäftigt sich ein ganzes Wissenschaftsfeld: Human Centric Lighting. In spezifischen Blautönen modulierte Bürobeleuchtung hat so zum Beispiel die Fähigkeit, schon frühmorgens den Elan und damit die Effizienz der Mitarbeiter zu stärken. Das Potenzial dieser Entwicklung wird uns sicher noch mit so mancher Innovation erfreuen.

Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Pietro Sutera

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