Der Cyber Security Tech Summit in Bonn widmete sich einem wenig glamourösen, dafür umso wichtigeren Thema: der Datensicherheit in einer vernetzten Welt.  

Ein bisschen ruhig ist es geworden um Bonn, die ehemalige Hauptstadt der BRD. Auch wenn die eher beschauliche Stadt am Rhein abseits der IT-Hochburgen Europas liegt, diente sie am 13. und 14. März als Background einer Veranstaltung, die in Zeiten allgegenwärtiger Vernetzung voll am Puls der Zeit ist: des Cyber Security Tech Summits, verantwortet von dem neu gegründeten Cyber Security Council und der deutschen Telekom.

Der inhaltliche Anspruch erstreckt sich dabei keineswegs nur auf deutsche Belange, sondern erhebt explizit den europäischen Wirtschaftsraum zum Maßstab. Dieser soll ja in den nächsten Jahren durch den verstärkten Einsatz vernetzter IT durchdrungen werden, und dazu bedarf es entsprechender Datensicherheit. 

Herausforderung Datenkriminalität 

Dass das Bewusstsein für die Problematik mittlerweile recht ausgeprägt ist, zeigte die rege Teilnahme von Vertretern der Wirtschaft und Politik: 2.100 Anwesende wurden letzten Endes gezählt. Seit kein Tag mehr vergeht ohne eine Meldung über kompromittierte Daten und Angriffe auf Datenbanken, steht das Thema Datensicherheit ganz oben auf der Agenda. Nicht nur bei Unternehmen, sondern auch bei Privatpersonen.

Die einst vorherrschende Sorglosigkeit im Umgang mit Computernetzwerken ist Geschichte, nun soll mit klaren Regeln und Abwehrmaßnahmen wenigstens den dreistesten Umtrieben Einhalt geboten werden. Für die deutsche Telekom eine willkommene Gelegenheit, auf die hauseigene Expertise hinzuweisen. Staatliche Institutionen sollen eng mit der Privatwirtschaft zusammenarbeiten, und zwar am besten auf europäischer Ebene.  

Ein europäischer Weg ist gefragt 

Wie wichtig die Zusammenarbeit der EU-Mitglieder ist, erschließt sich schon aus der Tatsache, dass der weitaus größte Teil der eingesetzten Hard- und Software US-amerikanischer oder chinesischer Provenienz ist. Dort aber herrschen mitunter andere Auffassungen von Datenschutz, sodass ein Interessenskonflikt besteht, der erst gelöst werden muss.

Jüngstes Beispiel ist die Debatte um den Aufbau des neuen Mobilfunknetzes 5G: nachdem in den USA Bedenken geäußert worden waren, die chinesische Firma Huawei mit dem Aufbau der entsprechenden Infrastruktur zu betrauen, ist auch in Europa die Diskussion darüber entfacht. Die einzelnen EU-Mitgliedsländer kommen in der Causa zu unterschiedlichen Lösungen, was einem gemeinsamen Auftreten der EU hinderlich ist.

Dieser Sachverhalt ist auf dem Cbyer Security Tech Summit in einigen Vorträgen angesprochen worden. In Zukunft will man bei der Auftragsvergabe genauer hinschauen und die Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen. Ein weiter und beschwerlicher Weg, aber notwendig, um den Ausbau der Vernetzung auf eine sichere Basis zu stellen.

Foto: Deutsche Telekom

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