Auf ihrer letzten Tour setzten die Toten Hosen bei den Kinetiklösungen auf höchste Sicherheitsansprüche. Für Kettenzüge, Winden, Antriebe, Steuerungen, Kabelsysteme und Sonderlösungen zeichnete dabei die deutsche Firma Movecat verantwortlich.

Die Liveshow der deutschen Band ist mit elf Trailern besonders aufwendig – so auch bei deren letzter Tour im Herbst und Winter 2017. Dabei stellten die Toten Hosen höchste Anforderungen an kinetisches Equpiment, füllt die Gruppe aus Düsseldorf doch ausschließlich große Hallen und Arenen. Seit 1986 widmet sich die Firma Movecat aus dem deutschen Nufringen allem, was nach szenischer Bewegung im Bühnenbereich verlangt. Nicht zuletzt deshalb wurde sie für die Kinetiklösungen der Tournee der Toten Hosen beauftragt.

Dabei kamen die D8-Kettenzüge 1 to und 2 to, D8+ 0,5 und 1,0 to sowie mehrere der neuen VKM-S-II-250 Kettenzüge aus dem Hause Movecat zum Einsatz. Höchste Sicherheit garantieren die einsträngigen VKM-S Motoren. Sie sind flexibel in der Handhabung und verfügen über eine innovative Ausstattung. Die Kettenzüge lassen sich über 2,4-GHz-Band-RMC-R-Funkfernsteuerungen steuern. So lassen sich bis zu zwölf der Motoren per Funk kontrollieren.

Kinetische Anwendungen mit bis zu 240 Antrieben

Eingesetzt wurde auch ein I-Motion-Expert-T-II-System-Controller. Damit können komplexe kinetische Anwendungen mit bis zu 240 Antrieben sicher und bequem gemanagt werden. Verschiedene Antriebe lassen sich mit diesem System mit fixer oder variabler Geschwindigkeit übersichtlich steuern und kontrollieren.

Jan Kleinenbrands arbeitet für die R-Project Group und zeichnet als Meister für Veranstaltungstechnik für das kinetische Tour-Equipment der Toten Hosen verantwortlich. Er erklärt, warum man sich letztlich für Material von Movecat entschied: „Die D8+ Motoren 1 to sind zwar vom Packmaß her sehr groß und haben ein ordentliches Eigengewicht, sind aber durch die Einzelkette viel leichter zu handhaben. Wir sind nach gründlicher Überlegung zum Ergebnis gekommen, dass die Vorteile überwiegen. Das ist zwar teurer, weil das Material im Lkw nicht stapelbar ist und zudem mehr Helfer vor Ort benötigt werden, reduziert aber die Fehlerwahrscheinlichkeit erheblich.“

Zuverlässigkeit, Zertifizierung und Handhabung

Auch über das I-Motion-System weiß sich Kleinenbrands nur positiv zu äußern: „I-Motion ist vermutlich der derzeit beste System-Controller für Touring-Einsätze.“ Die gesamte Elektronik wird nun in einem Dolly gelagert, am Dach hängen lediglich Motoren. Somit lässt sich das Setup einfach verkabeln und handhaben. „Außerdem kann man die VMK-S auch als Kletterzug aufhängen. Das spart Zeit und Kraft an den Stellen, an denen keine großen Geschwindigkeiten nötig sind“, so Kleinenbrands weiter.

Zuverlässigkeit, Zertifizierung und Handhabung waren schlussendlich die schlagenden Argumente für den Einsatz von Movecat-Equipment auf der Tour. Im weiteren Verlauf des Jahres stehen noch Open-Air- und Festival-Auftritte der Toten Hosen auf dem Programm. Mit dabei auf Tour: Movecat.

Foto: Ralph Larmann

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