Bis 2022 soll auf dem Vorplatz von Wiens größtem Konferenzzentrum eine neue Landmark für die Donaumetropole entstehen. Geplant ist ein riesiges „Donausegel“, das offen und geschlossen neue Akzente setzen wird, von denen nicht nur internationale Konferenzgäste, sondern auch die Wiener profitieren sollen. Vorstandssprecherin Susanne Baumann-Söllner, Finanzminister Hartwig Löger, Finanzstadträtin Renate Brauner und Architekt Much Untertrifaller präsentieren das zukunftsweisende Projekt. 

Mit Investitionskosten in der Höhe von 32 Millionen Euro, geteilt zwischen Bund (65 %) und Stadt Wien (35 %), soll das Austria Center Vienna (ACV) auch in den kommenden Jahren in der internationalen Kongress-Oberliga konkurrenzfähig bleiben. Denn eine ACV-Analyse hat aufgezeigt, wie etwa Barcelona, Paris, Amsterdam oder Berlin in den letzten Jahren kräftig in ihre Kongressfacilitäten investiert haben. Jetzt will das ACV wieder zur Spitze aufschließen und verpasst dem 1987 eröffneten Kongresscenter einen zeitgemäßen Rebrush.

Kongressgäste und Bevölkerung profitieren

Der Vorplatz erhält eine teilweise transparente Überdachung – das neue „Donausegel“. So entstehen 4.200 Quadratmeter zusätzliche Veranstaltungsfläche, die offen oder geschlossen genutzt werden können. Außerdem soll das Projekt dem bisher leeren und meist ungenutzten Platz eine Struktur geben. Rund zwei Monate im Jahr wird der Raum unter dem Segel zu einer multifunktionalen Halle geschlossen und für Veranstaltungen und Kongresse genutzt. Den Rest des Jahres dient er der Wiener Bevölkerung als Aufenthaltsort, Treffpunkt oder Kulturfläche.

Neben der zusätzlichen überdachten Fläche sollen Kongressveranstalter künftig auch von der besseren Erschließung des Hauses profitieren. Derzeit gibt es nur einen Eingang, was den Zugang der Gäste zu den vier Ebenen erschwert – laut ACV-Vorständin Susanne Baumann-Söllner „vor allem, wenn mehrere Veranstaltungen gleichzeitig im Haus stattfinden.“ Ein vorgesetztes Zugangsgebäude mit künftig vier Eingängen wird die separate Begehung von vier Ebenen ermöglichen. Außerdem bietet es gleichzeitig kurze Verbindungswege innerhalb des Hauses und in die Ausstellungshallen. Eine moderne, verglaste Außengalerie sorgt für viel Lichteinfall, die bestehenden Terrassen, insbesondere auf den oberen Ebenen werden attraktiviert und erweitert. Teilbereiche des Daches des Zugangsgebäudes werden außerdem extensiv begrünt.

 

Bund und Stadt Wien gehen Hand in Hand

„Das größte Kongresszentrum Österreichs ist ein Erfolgsmodell. Es hat seit seinem Bestehen schon 1,5 Millionen internationale Teilnehmer nach Wien gebracht. Der Bund hat sich daher bewusst für diese Investition entschieden, sie macht das Haus auch weiterhin international konkurrenzfähig. Ich bin sehr froh, dass im Sinne eines starken Kongressstandortes alle an einem Strang ziehen“, sagt Finanzminister und Eigentümervertreter Hartwig Löger.

Auch Wiens Finanzstadträtin und Präsidentin des WienTourismus, Renate Brauner, ist von der Wichtigkeit des Projekts überzeugt: „Der Kongresstourismus – und das Austria Center Vienna als größtes Kongresszentrum Wiens und Österreichs – ist ein ganz wichtiger Baustein im Tourismuskonzept der Stadt Wien, der jedes Jahr 20.000 Arbeitsplätze in Wien sichert und über eine Milliarde Euro Wertschöpfung generiert. Die Stadt beteiligt sich mit 35 % an den Baukosten. Auch das ist ein klares und deutliches Bekenntnis zum Tagungsstandort Wien. Damit schaffen wir eine Win-win-Situation für die Stadt, die Kundinnen und Kunden und die Wienerinnen und Wiener“, betont Wiens Finanzstadträtin und Präsidentin des WienTourismus, Renate Brauner.

Susanne Baumann-Söllner, Sprecherin des Vorstandes und Direktorin des Austria Center Vienna: „Wir sind dem Bund und der Stadt Wien sehr dankbar, dass sie dieses Projekt ermöglichen. Wir sind überzeugt, dass wir damit auch weiterhin einen ganz wesentlichen Beitrag leisten, dass Wien Kongresskaiser bleibt. Jetzt setzen wir die Segel!“

Baustart für das Projekt ist übrigens im kommenden Jahr.

 

Foto: © IAKW-AG/Ludwig Schedl

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